Das Beet schon lockert
Sich`s in die Höh,
Da wanken Glöckchen
So weiß wie Schnee,
Safran enfaltet
Gewalt`ge Glut,
Smaragden keimt es
Und keimt wie Blut
Primeln stolzieren
so naseweis,
Schalkhafte Veilchen,
Versteckt mit Fleiß
Was auch noch alles
Da regt und webt,
Genug, der Frühling,
Er wirkt und lebt.
Doch was im Garten
Am reichsten blüht,
Das ist des Liebchens
Lieblich Gemüt,
Da glühen Blicke
Mir immerfort
Erregend Liedchen,
Erheiternd Wort;
Ein immer offen,
Ein Blütenherz
Im Ernste freundlich
Und rein im Scherz,
Wenn Ros' und Lilie
Der Sommer bringt,
Er doch vergebens
Mit Liebchen ringt


 

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