Heuer
im Sommer
habe ich mich verliebt
in eine gelbe Blume.
Ich habe ihr Erde verschafft,
Wasser und viel Sonne.
Sooft ich Zeit gehabt habe,
bin ich bei ihr gewesen.
Ich habe sie bewundert
und ihr gesagt, daß es schön ist,
mit ihr zu leben,
daß ich glücklich bin , fröhlich
und nicht mehr allein.
Öfters habe ich ihr
frische Erde und frisches Wasser gebracht
und auch etwas Sonne-
ich habe gewünscht, daß auch sie
so glücklich sei,
wie ich.-
So haben wir zwei den ganzen Sommer verbracht,
bis Sturm und grausamer Herbst
die Blume erledigt
und gerade in jener Erde begraben haben,
die ich für sie gekauft hatte,
nicht damit sie in ihr zugrunde gehe,
sondern lebe, wachse und blühe.
So bin ich allein auf der Welt geblieben
und muß ohne Blume leben-
allein unter den Leuten